Tägliche Wert­schät­zung

Ich freue mich sehr über dieses Feed­back eines 11 jährigen Mädchens. Sie lebt in einem kleinen Dorf in Nepal. Während meinem Aufent­halt in ihrer Schule bekam ich jeden Tag einen Zettel von ihr mit einer Rück­mel­dung. Diese tägliche Wert­schät­zung hat mich sehr berührt. In der west­li­chen Welt, wird das oft vergessen. Danke für diese Erfah­rung. Hast du heute bereits jemandem ein Lächeln ins Gesicht gezaubert?

«Dear Manuela, thank you for your cool dance. Do you do it in Switz­er­land this dance? Do you love to dance? It was really nice and beau­tiful do dance belly dance. We had never dance. Thank you very, very much. I love every dance that you had made.»

Die bemer­kens­werte Kraft der Kontinuität

Es war nicht nur der Inhalt, der mich bewegte, sondern vor allem die Regel­mäs­sig­keit dieser kleinen Geste. In unserer west­li­chen Welt vergessen wir das oft: Wir drücken unsere Aner­ken­nung viel­leicht einmal pro Woche aus oder warten auf einen beson­deren Anlass. Die Schü­lerin hingegen schenkte mir täglich ihre Aufmerk­sam­keit und ihre ehrliche Freude. Das ist der Unter­schied: Wert­schät­zung als bewusster, tägli­cher Akt, nicht als einma­lige Ausnahme.

Wert­schät­zung als psycho­lo­gi­sches Fundament

Die posi­tive Wirkung von Wert­schät­zung ist psycho­lo­gisch gut belegt und intensiv erforscht. Sie ist essen­ziell für unser Wohl­be­finden und unsere Beziehungen.

  • Für den Empfänger: Aner­ken­nung erhöht das Selbst­wert­ge­fühl und die intrin­si­sche Moti­va­tion. Wer sich gesehen fühlt, ist enga­gierter und glücklicher.
  • Für den Gebenden: Studien zeigen, dass das Ausdrücken von Dank­bar­keit die Resi­lienz fördert und die allge­meine Lebens­zu­frie­den­heit steigert.
  • Für die Bezie­hung: Wert­schät­zung wirkt als Bezie­hungs-Stärker. Sie schafft Vertrauen und ein Gefühl der Zuge­hö­rig­keit, ob in der Part­ner­schaft, der Familie oder im Team.

Im Alltag verwech­seln wir dies oft mit Lob, das sich nur auf Leistung bezieht. Echte Wert­schät­zung erkennt die Person und ihren Einsatz an und das viel nachhaltiger.

Deine Chall­enge: Starte heute deine eigene Methode.

Warte nicht auf den näch­sten Geburtstag oder Jahrestag. Werde aktiv und inte­griere kleine Momente der Dank­bar­keit in deinen Tag. Wähle heute drei Personen aus, die Gutes für dich getan haben und teile es ihnen persön­lich oder in einer kurzen Nach­richt mit. Es muss nicht gross sein. Es soll nur ehrlich und konkret sein.

Was wäre, wenn wir alle die Regel­mäs­sig­keit und Direkt­heit der kleinen Schü­lerin aus Nepal über­nehmen würden? Wie würde das unsere Welt verändern?

Hast du schon eine Idee, wem du heute eine wert­schät­zende Nach­richt schickst?

 

Frau tanzt barfuss auf einer Wiese.