Glückliche Momente sammeln
Im Wald unterwegs entdecke ich was, was du nicht siehst oder siehst du es doch?
Ich liebe diese Augenblicke, in denen ich nicht einfach nur durch den Wald gehe, sondern wirklich wahrnehme, was um mich herum geschieht.
Ein besonderer Baum. Ein Sonnenstrahl zwischen den Ästen. Das Geräusch der Blätter. Der Duft der Erde. Ein Vogel, der plötzlich ganz nah singt. Ein Ort, an dem ich stehen bleibe.
Ich glaube, wir dürfen wieder lernen, solche kleinen Glücksmomente bewusster wahrzunehmen.
Denn unser Alltag ist oft voll mit Gedanken, Terminen und Dingen, die erledigt werden wollen. Dabei übersehen wir leicht das, was gerade jetzt geschieht.
Das Leben sind Momente.
Und diese müssen nicht nur im Wald stattfinden.
Es kann der erste Schluck Tee am Morgen sein. Ein Lächeln, das dir jemand schenkt. Musik, die dich mitten im Alltag berührt. Ein Sonnenstrahl oder Regentropfen auf deinem Gesicht. Ein Gespräch, bei dem du ganz bei dir bist. Oder das Gefühl, nach einem langen Tag endlich nach Hause zu kommen.
Es sind die kleinen Dinge, die wir manchmal kaum beachten und die doch so viel in uns auslösen können.
Wenn wir einen schönen Augenblick bewusst mit unseren Sinnen wahrnehmen, bleibt mehr davon in ins.
Vielleicht kennst du das: Du erinnerst dich Jahre später an einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Situation und kannst beinahe wieder spüren, wie du dich damals gefühlt hast.
Solche Erinnerungen können zu inneren Kraftquellen werden.
Auch ein Kraftort muss dabei nichts Spektakuläres sein. Es kann ein Platz im Wald sein, eine Bank am See, dein Lieblingsplatz zu Hause oder ein Ort, an dem du dich einfach wohl und lebendig fühlst.
Entscheidend ist nicht, ob andere diesen Ort genauso empfinden. Entscheidend ist, was er in dir auslöst.
Womöglich magst du beim nächsten Spaziergang oder auch mitten im Alltag einmal anders unterwegs sein.
Nicht nur mit dem Gedanken: Was muss ich noch erledigen?
Sondern mit der Frage:
Was entdecke ich heute, was ich sonst unter Umständen übersehe?
Was sehe ich? Was höre ich? Was rieche ich? Was spüre ich? Und was macht das mit mir?
Es braucht manchmal gar nicht viel, um wieder bei sich anzukommen.
Ein bewusster Atemzug. Ein kurzer Augenblick der Ruhe. Ein Lächeln. Ein Gefühl von Dankbarkeit.
Für mich bedeutet Lebensqualität auch, solche Kostbarkeiten zu sammeln. Das zu tun, was mein Herz öffnet. Mich auf das Leben einzulassen und offen zu sein für das, was mir begegnet.
Denn es sind nicht nur die grossen Ereignisse, die unser Leben ausmachen. Es sind die vielen kleinen Erfahrungen dazwischen.
Vielleicht probiert du es heute einmal aus:
Nimm dir am Abend zwei Minuten Zeit. Schliesse kurz die Augen und frage dich:
Welcher kleine glückliche Augenblick war heute da?
Rufe ihn dir noch einmal in Erinnerung. Was hast du gesehen? Was gehört? Was gespürt?
Und dann lass ihn einfach noch einmal in dir wirken. Möglicherweise stellst du fest, dass dein Tag mehr schöne Momente hatte, als du gedacht hast.
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