Wie mir eine schamanische Feuerzeremonie geholfen hat, Altes zu transformieren

Wie mir eine schamanische Feuerzeremonie geholfen hat, Altes zu transformieren

Zwi­schen Salat und Pom­mes habe ich Ja gesagt. Ich sass mit Manue­la Krah beim Mit­tag­essen, als sie mich bei­läu­fig frag­te, ob ich für sie einen Blog­bei­trag über ihre Scha­ma­ni­sche Feu­er­ze­re­mo­nie schrei­ben möchte.

Vor mei­nem geis­ti­gen Auge tauch­ten kunst­vol­le Man­da­las aus Ästen und Tan­nen­zäp­fen auf, die ich in Manue­las Social-Media-Posts gese­hen hat­te. Ich lie­be Wald, ich lie­be Feu­er und ich ver­traue Manue­la. Begeis­tert sag­te ich zu.

Lies im Fol­gen­den, wie die Trans­for­ma­ti­on durch die Feu­er­ze­re­mo­nie zum emo­tio­na­len Aben­teu­er mei­nes Lebens wurde.

Startschuss für die Feuerzeremonie – Energiearbeit vom Feinsten

Manue­la emp­fängt mich strah­lend mit zwei pral­len Taschen vol­ler Grün. Was ande­re Men­schen zur Grün­ab­fuhr brin­gen, nutzt Manue­la für magisch wir­ken­de Man­da­las. Das gefällt mir.

Wir lau­fen los, der Son­ne ent­ge­gen. Vogel­ge­zwit­scher beglei­tet uns zur vor­ge­se­he­nen Stel­le im Wald. Sie ist unschein­bar, in der Nähe ein­sa­me Reckstan­gen des Vita Par­cours. Manue­la berei­tet den Platz für das Man­da­la vor und erzählt mir, dass das Man­da­la für sie und für mich als inne­re Vor­be­rei­tung für die kom­men­de Trans­for­ma­ti­on dient.

Ich blen­de alles Äus­se­re aus und spü­re hin­ein: Der Wald­bo­den strahlt Ruhe aus, die Bäu­me sind wohl­wol­lend. Ich spü­re, dass ich bereit bin. Und ich mer­ke, dass ich mas­siv über­for­dert bin mit dem Man­da­la. Manue­la spricht aus, was ich emp­fin­de, und legt es in aller Ruhe selbst. Da spü­re ich zum ers­ten Mal, dass Manue­la mit ihrer Ener­gie ganz bei mir ist. Ich füh­le mich augen­blick­lich sicher und öff­ne mich. Wie auf Knopf­druck flies­sen die Trä­nen. Ich tei­le dem Wald­bo­den vor mir laut mei­ne Absicht mit. Nicht ganz ein­fach für mich, mei­nem Inners­ten eine Stim­me zu geben. Doch es öff­net der Trans­for­ma­ti­on die Tore.

Die Transformation in mir lodert so lebendig wie das Feuer über dem Mandala

Ich spü­re, wie das Feu­er, das wir auf dem Man­da­la legen, ein Abbild des lau­fen­den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­ses in mir ist. Aus klei­nen Flam­men wird ein Feu­er, Emo­tio­nen flies­sen. Manue­la ist ener­ge­tisch immer bei mir. Stellt Fra­gen. Was ist gesche­hen, als du 19 warst? Wel­che Bot­schaft bringt dein Hund in dein Leben?

Ich lege mei­ne mit­ge­brach­ten Noti­zen auf die knis­tern­den Flam­men. Manue­la unter­stützt mich beim Wahr­neh­men, sie beglei­tet mich durch die auf­wüh­len­den Minu­ten – der Höhe­punkt der Feu­er­ze­re­mo­nie ist erreicht.

Ruhe kehrt ein – die Transformation der Schamanischen Feuerzeremonie wirkt

Kei­ne Ahnung, wie­viel Zeit ver­stri­chen ist. Das Feu­er ist nie­der­ge­brannt. Was bleibt, ist eine tie­fe Ruhe. Wie­der scheint mir, als schwin­ge ich in Har­mo­nie mit dem Wald. Ich füh­le mich gebor­gen, eine ange­neh­me Lee­re erfüllt mich. Als wäre ich in einem ande­ren Film neh­me ich wahr, wie Manue­la Res­te des Man­da­las und Asche in ein Erd­loch schiebt. Als Dank lege ich einen mit­ge­brach­ten Ros­ma­rin­zweig auf den war­men Hau­fen, der mir so nah war.

Von der anschlies­sen­den Fahrt nach Hau­se weiss ich nicht mehr viel. Für andert­halb Tage ver­blei­be ich in dem Zustand der ange­neh­men inne­ren Lee­re, gön­ne mir Ruhe und star­re stun­den­lang ver­zückt in den Gar­ten. Nach und nach for­miert sich – so scheint es mir – mein Innen­le­ben neu. Ich spü­re, dass die Scha­ma­ni­sche Feu­er­ze­re­mo­nie mir gehol­fen hat, Platz für Ver­trau­en zu schaf­fen. Ver­trau­en in mich. Ver­trau­en ins Leben. Ein Gefühl, nach dem ich lan­ge gesucht habe.

Individuelle Schwitzhütte