Das innere Feuer: Wie ein Tanz mein Leben veränderte

Das innere Feuer: Wie ein Tanz mein Leben veränderte

Einlei­tung

Ich hatte mich selbst verloren: ange­passt, funk­tio­niert, gelä­chelt. Doch irgendwo in mir glomm noch ein Funke. Erst durch das Tanzen, durch eine Begeg­nung und durch den Mut zur Erin­ne­rung, fand ich zurück zu meinem inneren Feuer. Dies ist meine Geschichte.

Der leise Verlust

Es war lange Zeit ein tiefer Schatten in mir. Mein inneres Feuer war kaum noch spürbar, als hätte jemand die letzte Glut ausge­pu­stet. Im Alltag war ich ein Schatten meiner selbst, funk­tio­nierte, lächelte, passte mich an. Alles, um “dazu­zu­ge­hören”, um den Erwar­tungen zu entspre­chen, um die Ruhe nicht zu stören. Das echte Leben schien für andere bestimmt.

Nur beim Tanzen, da gab es für einen Moment ein Aufflackern. Dann war es da, mein inneres Feuer, als könnte ich einen verbor­genen Schalter umlegen: zag. Im Tanz war ich frei, ganz in meinem Element, Doch abseits der Musik verglühte der Funke, und ich spürte: Ich habe mich selbst verlassen.

Der Wende­punkt in Andalusien

In einem Retreat in Anda­lu­sien fand ich mich wieder auf diesen schmalen Grat zwischen Sehn­sucht und Mut. Diesmal führte uns eine Scha­manin aus Korea durch die Tage. Ich hatte schon einige Semi­nare bei ihr besucht und mich Schritt für Schritt mir selbst angenähert.

Und dann kam dieser Tag, der alles verän­derte: Im Garten, im Sonnen­licht, unter einem Zelt­dach tanzten wir. Ich fühlte mich leicht, fast schwerelos.

Da war auch er, der Mann mit Border­line. Er tanzte wie entfes­selt, völlig unge­fil­tert, wild in der Mitte der Tanz­fläche. Plötz­lich nahm ich es wahr: Sein Feuer. So kraft­voll, so unmit­telbar, als würde jede Bewe­gung in ihm aus einer lodernden Glut gespeist werden. Sein inneres Feuer war für mich spürbar. So greifbar, dass ich fast eine Berüh­rung spürte.

Im selben Moment wurde ich mir meines kleinen Funkes bewusst. Immerhin, ein Rest war geblieben.

Das Feuer kehrt zurück

Ich tanzte weiter, spürte meine Füsse auf dem Holz, spürte meinen Herz­schlag, meinen Wunsch, mein Feuer zurück­zu­holen. Ich wollte nicht mehr funk­tio­nieren, mich nicht mehr anpassen. Ich wollte leben.

Plötz­lich erin­nerte ich mich daran, wie es ist, wirk­lich zu brennen, voller Energie und Präsenz zu sein. Nicht nur beim Tanzen oder Unter­richten, sondern in jedem Moment des Lebens. Mein inneres Feuer kehrte zurück. Zuerst zaghaft, dann immer kraftvoller.

Was für eine Freude stieg in mir auf! Der Mann tanzte weiter, ganz im Rhythmus seiner Welt. Wir hatten keinen physi­schen Kontakt, waren kaum einander nahe und doch hat mich seine unbän­dige Leben­dig­keit, sein bren­nendes Border­line-Feuer daran erin­nert, was in mir möglich ist.

Rückblich mit Klarheit

Seit diesem Tag sind Jahre vergangen. Die alte Tren­nung in mir ist aufge­hoben. Ich weiss nun: Ich muss mich nicht verbiegen, um zuge­hörig zu sein. Ich muss mich vor allem nicht von mir selbst trennen.

Als Kind dachte ich, Anpas­sung sei der Preis für Liebe und Aner­ken­nung. Heute weiss ich: Mein Sein, mein inneres Feuer sind mein Geschenk, nicht mein Fehler.

Ein pensio­nierter Pfarrer brachte diese Wahr­heit für mich auf den Punkt. Er sagte: “Sünde ist, wenn du dich selbst von dir trennst.”

Lange mochte ich dieses Wort nicht, aber in diesem Zusam­men­hang ergab es plötz­lich Sinn. Wahres Leben ist Verbin­dung zu sich selbst, zum eigenen Feuer, zu anderen.

Ich bin wieder da. Mein Feuer brennt. Juhui!

Ergän­zung: Border­line und das innere Feuer

Als ich den Mann beob­ach­tete, wurde mir auf einer tieferen Ebene bewusst: Menschen mit Border­line tragen oft ein ganz beson­deres inten­sives inneres Feuer in sich.

Border­line ist eine psychi­sche Erkran­kung, bei der inten­sive Emotionen, Impul­si­vität und Bezie­hungs­schwan­kungen das Leben stark beein­flussen können. Dieses Feuer kann zerstö­re­risch wirken, wenn es keinen Ausdruck oder Halt findet. Doch es ist auch die Quelle von Leiden­schaft, Krea­ti­vität und Lebendigkeit.

In seinem Tanz zeigte ich das ganz unmit­telbar. Ein rohes, unge­fil­tertes, manchmal über­bor­dendes Brennen. Dieses Feuer war es, das mich an meinen eigenen Funken erin­nerte und mir half, meinen Weg zurück ins Leben zu finden.

Was ich aus dieser Erfah­rung gelernt habe:

  • Jeder Mensch hat ein inneres Feuer, selbst wenn es nur noch glimmt, ist es da.
  • Manchmal braucht es einen Spiegel im Aussen, um unseren Funken wiederzuerkennen.
  • Wahr­haf­tige Leben­dig­keit beginnt, wenn wir uns selbst treu sind — nicht, wenn wir uns anpassen.
  • Verbin­dung zu uns selbst ist der Schlüssel für alles: für Liebe, Krea­ti­vität, für Heilung.

 

Was ich aus dieser Erfah­rung gelernt habe:

Und so brennt mein inneres Feuer wieder — nicht laut und lodernd, aber kraft­voll und stetig. Ich habe es mir zurück­ge­holt. Es war nie ganz weg. Es wartete nur darauf, dass ich mich erinnere.

Viel­leicht braucht es manchmal genau solche Begeg­nungen, um uns wieder daran zu erin­nern, wer wir wirk­lich sind.

Viel­leicht ist genau das das Geschenk: Wir dürfen brennen.

Blumenwiese mit gelben und lila Blumen. Im Hintergrund sind Berge zu sehen.
Deine Intui­tion: Die leise Kraft, die dich durchs Leben führt.

Deine Intui­tion: Die leise Kraft, die dich durchs Leben führt.

Intui­tion im Alltag

Hast du schon einmal gespürt, dass in dir eine leise Stimme wohnt, die dir in gewissen Momenten den Weg zeigt? Diese innere Stimme — deine Intui­tion — ist viel mehr als nur ein Bauch­ge­fühl. Sie ist wie ein unsicht­barer Kompass, der dich durch den Alltag begleitet, dich unter­stützt, wenn der Kopf zu voll ist und dir hilft, Entschei­dungen zu treffen, die sich wirk­lich stimmig anfühlen.

Was ist Intui­tion eigentlich?

Intui­tion ist deine innere Weis­heit. Sie meldet sich manchmal als plötz­liche Klar­heit, als Gefühl im Bauch oder als ruhige Gewiss­heit, selbst wenn der Verstand noch zwei­felt. Sie zeigt sich nicht nur im Kopf, sondern oft auch körper­lich, viel­leicht als Krib­beln, Wärme oder als ein Gefühl von Leich­tig­keit. Manchmal kommt sie auch in Bildern, Träumen oder spon­tanen Gedanken zu dir.

Intui­tion im Alltag — dein stiller Wegweiser

Ob im Beruf oder privat: Deine Intui­tion hilft dir, dich in komplexen Situa­tionen zurecht­zu­finden. Gerade wenn viele Meinungen, Bedürf­nisse oder sogar Konflikte im Raum stehen, kann sie dir Klar­heit schenken. Viel­leicht hast du das schon erlebt: Ein Impuls, dem du einfach gefolgt bist und im Nach­hinein war es genau richtig.

Auch im Umgang mit anderen Menschen ist deine Intui­tion wichtig. Sie hilft dir, zwischen den Zeilen zu spüren. Dich einzu­fühlen und wirk­lich zuzu­hören, ohne gleich zu bewerten oder zu reagieren.

Wie kannst du deine Intui­tion stärken?

  • Inne­halten: Gönn dir regel­mässig kleine Pausen, atme durch und lausche nach innen. Intui­tion braucht Raum und Stille um sich zu zeigen.
  • Acht­sam­keit für den Körper: Achte auf die feinen Signale deines Körper. Wo spürt du Energie, wo Anspan­nung? Oft meldet sich die Intui­tion auf körper­li­cher Ebene.
  • Intui­tives Schreiben: Probier es mal aus: Schreib morgens einfach drauflos, was dir in den Sinn kommt. Es können Träume, Gedanken, Gefühle sein. So gibst du deiner inneren Stimme eine Bühne.
  • Krea­tiver Ausdruck: Farben, Bilder, Meta­phern oder Musik können helfen, Zugang zu deiner Intui­tion zu finden.
  • Vertrauen üben: Erlaube dir, deiner Intui­tion zu vertrauen, auch wenn sie im Moment nicht immer logisch erschein. Mit der Zeit wirst du merken, wie wert­voll ihre Hinweise sind.

Intui­tion ist für alle da

Jeder Mensch hat Zugang zu dieser stillen Kraft, auch du! Manchmal ist sie verschüttet, manchmal ganz präsent. Je mehr du ihr Raum gibst, desto klarer und hilf­rei­cher wird sie.

Trau dich, deiner inneren Stimme zuzu­hören. Sie kennt deinen Weg, oft besser als du denkst. Und du du magst, teile doch deine Erfah­rungen oder Gedanken dazu. Ich freue mich auf deinen Austausch!

Fazit:

Intui­tion ist deine leise aber kraft­volle Beglei­terin. Sie verbindet Körper, Geist und Herz und schenkt dir Klar­heit, Mut und Gelas­sen­heit. Lass sie zu, vertraue ihr und entdecke, wie viel leichter und erfüllter dein Alltag dadurch werden kann.

 

Blumenwiese mit gelben und lila Blumen. Im Hintergrund sind Berge zu sehen.
Die Trommel fand mich

Die Trommel fand mich

Wenn eine Trommel den Weg weist: Wie ein Abschied zum Neube­ginn wurde

Manchmal geschehen Dinge im Leben, die wir mit dem Verstand nicht begreifen und doch wissen wir tief in uns: Sie tragen einen Sinn.
Dies ist die Geschichte einer Begeg­nung, die mein Leben verän­dert hat.
Viel­leicht erkennst du in ihr auch etwas von deinem eigenen Weg.

Ein leiser Abschied und eine uner­war­tete Botschaft

Es begann nach einer Massage. Mein Körper war entspannt, mein Geist ruhig. Plötz­lich spürte ich eine Präsenz, klar, stark, liebe­voll: Es war meine Gross­mutter.
Sie war für mich nie wirk­lich „weg“ gewesen. In schwie­rigen Zeiten tauchte ihr Bild auf: ihre Stube, der sanft wehende Vorhang, das Licht durch die geöff­nete Balkontür. Ein inneres Zuhause.

Doch diesmal war etwas anders.

Manuela, für mich ist es jetzt an der Zeit zu gehen.“

Diese Worte trafen mich. Trauer stieg auf. Ich wollte sie nicht loslassen.
Doch sie fuhr fort:

Statt meiner wirst du etwas anderes bekommen — eine Trommel.“

Eine Trommel? Ich war irri­tiert. Meine Gross­mutter hatte mit Trom­meln nie etwas zu tun gehabt. Es passte nicht. Zumin­dest nicht zu dem Bild, das ich von ihr hatte.
Aber noch während ich versuchte, das Gesagte zu verstehen, sah ich sie vor meinem inneren Auge: Eine Trommel, die förm­lich auf mich zuflog.

Ein Zeichen, das keine Logik kannte, aber Wahr­heit trug

Drei Tage später, ein scheinbar gewöhn­li­cher Moment: Ich war zu früh zu einer Bewe­gungs­stunde gekommen, das einzige Mal.
Im Warte­raum fiel mein Blick auf eine Zeit­schrift. Und dort sah ich ein kleines Inserat. Eine Trommel wurde ange­boten. Zufall?

Ich spürte, wie mein Herz schneller schlug. Ich rief an.
Ein paar Tage später hielt ich sie in den Händen: Eine scha­ma­ni­sche Trommel, gefer­tigt aus Eichen­holz und Damm­hirsch­fell. Kraft­voll. Ruhig. Fremd und doch vertraut.

Der Moment, der alles verän­derte

Zu Hause legte ich meine Hand auf das Fell. Und dann geschah es:
Vor meinem inneren Auge erschien ein leuch­tender Hirsch in meinem Wohn­zimmer. Maje­stä­tisch, wach, gegen­wärtig.
Es war kein Traum. Kein Bild, das man sich „einbildet“.
Die Verbin­dung zur Trommel war da.

Die Trommel als Brücke zwischen Welten und Wegen

Seit diesem Tag begleitet mich die Trommel.
Ich trommle bei Feuer­ze­re­mo­nien, in Schwitz­hütten, in meiner Praxis und manchmal einfach für mich selbst. Sie ist mein Werk­zeug, mein Spiegel, mein Tor.

Ich kenne sogar ihren „Geburtstag“, den Moment, an dem sie erschaffen wurde. Und ich glaube nicht, dass das zufällig ist.
Manche Dinge sind einfach… geführt.

Was du aus dieser Geschichte mitnehmen kannst

Viel­leicht klingt das für dich unge­wöhn­lich. Viel­leicht aber spürst du auch ein leises Echo in dir.

Hast du schon einmal erlebt, dass das Leben dir etwas zuwirft, das du nicht geplant hast und doch war es genau richtig?

Kennst du das Gefühl, dass Abschied nicht nur Verlust ist, sondern auch ein Portal?
Spürst du manchmal, dass da etwas Grös­seres auf dich wartet, auch wenn du es noch nicht benennen kannst?

Ich glaube: Jede Seele kennt ihren eigenen Ruf. Und manchmal zeigt er sich in den stillen Momenten. In Zeichen. In Visionen. In Begeg­nungen, die kein Mensch „planen“ kann.

Ein neuer Anfang, viel­leicht auch für dich

Der Abschied von meiner Gross­mutter war schmerz­haft. Doch heute weiss ich: Er war gleich­zeitig ein Anfang.
Die Trommel war nicht einfach ein Instru­ment. Sie war ein Geschenk. Ein Symbol für Verbin­dung. Für Führung. Für Vertrauen in den eigenen Seelenweg.

Wenn du erfolg­reich bist, aber inner­lich etwas vermisst…
Wenn du spürst, dass dein Leben noch mehr Tiefe haben könnte…
Wenn du manchmal das Gefühl hast, dass dich etwas ruft, du jedoch den Klang noch nicht ganz verstehst…

Dann ist es viel­leicht an der Zeit, still zu werden.
Hin zu hören.
Und dich zu fragen:

Was wartet in deinem Leben darauf, gehört zu werden?

Danke, dass du meine Geschichte gelesen hast.
Viel­leicht war sie kein Zufall für dich.

Blumenwiese mit gelben und lila Blumen. Im Hintergrund sind Berge zu sehen.
Im Moment ankommen

Im Moment ankommen

Deine eigene Zere­monie: Kleine Momente, die dich zu dir selbst zurückbringen

Es beginnt mit einem Impuls. Nicht laut, nicht geplant. Sondern aus dem Inneren kommend. Etwas in dir flüstert: Geh los. Jetzt. Atme. Spür dich.

Ich folge diesem Impuls oft. Ich gehe gern in den Wald. Und sobald ich dort bin, fällt alles von mir ab. Ich spüre den Boden unter meinen Füssen, nehme den Duft der Erde wahr, sehe, wie das Licht mit den Blät­tern tanzt. Die Luft ist klar, lebendig. Ich höre das Rascheln, das Zwit­schern, den Wind. Und mitten in diesem einfa­chen Sein finde ich zurück zu mir.

Der Wald ist mehr als ein Ort. Er ist mein Rück­zugs­raum. Ein Spiegel. Ein Lehrer. Und jedes Mal, wenn ich dort bin, geschieht etwas. Ich komme zur Ruhe, sortiere mich neu. Nicht im Kopf, sondern im Körper, im Herzen.

Und genau diese Erfah­rung, diese Rück­ver­bin­dung ist es, was ich weitergebe.

Denn was meine Kundinnen und Kunden bei mir finden, ist keine weitere Technik. Kein weiteres Tool.
Sie finden sich selbst wieder.

Trans­for­ma­tion beginnt im Spüren

Du brauchst keinen grossen Plan. Keine perfekte Routine. Du brauchst einen Moment der Entscheidung.

Eine kleine Hand­lung mit grosser Wirkung.
Eine liebe­volle Zere­monie, die dich erin­nert: Du bist wichtig. Du darfst es leicht haben.

Ich zeige dir, wie du solche Zere­mo­nien in deinen Alltag inte­grierst. Ohne Druck. Ohne starres Konzept.
Sondern echt. Stimmig. Nachhaltig.

Du beginnst, dir wieder zu vertrauen.
Du wirst klar in deinem Handeln, sanft in deiner Ausrich­tung.
Und du merkst: Ich brauche gar nicht mehr. Ich war nie verloren. Ich bin hier.

Was verän­dert sich für meine Kundinnen und Kunden?
Sie fühlen sich wieder verbunden. Mit sich selbst, mit ihrem Weg, mit ihrer Vision.
Sie hören wieder ihre eigene Stimme. Klar, mutig, liebe­voll.
Sie treffen Entschei­dungen aus dem Inneren heraus. Nicht aus Angst, sondern aus Wahrheit.

Was ist das konkrete Ergebnis?
Du wirst nicht mehr länger getrieben.
Du wirst zur Gestal­terin deines Lebens.
Du findest deinen Rhythmus, deine Sprache, deinen Ausdruck.

Was ist die Trans­for­ma­tion?
Du kommst in deine Energie zurück.
Du hörst auf, dich zu verglei­chen.
Du fängst an, wirk­lich zu leben. Nicht nur zu funktionieren.

Das ist kein Coaching. Das ist ein Heimkommen.

Denn meine Arbeit ist kein reiner Wissens­transfer
Meine Kundinnen und Kunden kommen nicht zu mir, weil sie Infor­ma­tionen brau­chen.
Sondern weil sie bereit sind, sich zu erinnern.

An ihre innere Stärke. Ihre Klar­heit. Ihre Essenz.

Sie kommen, weil sie fühlen:
Diese Frau sieht mich. Diese Energie trägt mich. Dieser Raum bringt mich zurück zu mir.

Und ja. Das kann keine künst­liche Intel­li­genz ersetzen.

Trans­for­ma­tion beginnt mit einem stillen Ja

Sie begann mit einer Entschei­dung.
Einer zitt­rigen, mutigen, viel­leicht sogar verrückten. Ich mach das jetzt einfach.

Jeder grosse Sprung in meinem Leben begann genau so.
Nicht im Wissen. Sondern im Vertrauen.

In diesem magi­schen Raum zwischen: Ich habe keine Ahnung wie das funk­tio­nieren soll und ich mache es trotzdem.

Finde deine Zere­monie
Finde deinen Weg zurück.
Ich begleite dich dabei. Nicht als Expertin über dir. Sondern als jemand, der den Weg selbst gegangen ist.

Was du suchst, ist nicht weit weg.
Es lebt bereits in dir.

Bereit, erin­nert zu werden.

Bist du bereit für dein Heim­kommen? Ich begleite dich gerne auf diesem Weg.

Blumenwiese mit gelben und lila Blumen. Im Hintergrund sind Berge zu sehen.
Bauch­tanz: Meine wöchent­liche Auszeit für Körper, Geist und Seele

Bauch­tanz: Meine wöchent­liche Auszeit für Körper, Geist und Seele

Ich war mitten in meiner Ausbil­dung zur Paar­tanz­leh­rerin, voller Elan, neugierig auf alles Neue, was mit Tanz und Bewe­gung zu tun hatte. Doch etwas fehlte mir, etwas, das näher am Körper war, weicher, runder, freier. Ich suchte nach einer Ergän­zung, nach einer Bewe­gung, die nicht nur Technik war, sondern ganzheitlich.

So kam ich zum Bauchtanz.

Was zuerst nur ein Ausgleich sein sollte, wurde schnell viel mehr. Eine Entdeckung. Ein Eintauchen.

Jedes Mal nach dem Tanzen fühlte ich mich inner­lich leichter, klarer, als hätte sich ein Schleier im Kopf gelöst. Damals, als junge Mutter, musste ich mir diese Zeit regel­recht erar­beiten. Eigent­lich hätte ich keine Zeit gehabt. Ständig war etwas Drin­gendes los: eine Schul­auf­füh­rung, ein Eltern­ge­spräch, ein Termin. Und doch hielt ich an meinem Wunsch fest. Ich orga­ni­sierte zuerst alles für die Kinder und dann auch für mich. Ich blieb konse­quent. Jede Woche ging ich zum Kurs, Woche für Woche.

Diese 90 Minuten gehörten nur mir und wurden zu meiner Kraft­quelle, meinem persön­li­chen High­light, meinem Kraftort.

Bauch­tanz oder orien­ta­li­scher Tanz begleitet mich nun seit vielen Jahren. Und trotzdem spüre ich in jeder einzelnen Stunde wieder neu, wie viel Freude und Leben­dig­keit er mir schenkt.

Bauch­tanz ist für mich Ausdruck ohne Worte, eine tiefe Verbin­dung zum eigenen Körper und gleich­zeitig ein wunder­bares Trai­ning für den Geist.

Wenn ich tanze, bin ich ganz im Moment. Alles andere tritt in den Hinter­grund. Nur noch Musik, Bewe­gung, Gefühl.

Der orien­ta­li­sche Tanz berührt auf einer ganz beson­deren Ebene. Er bewegt, stärkt, manchmal heilt er sogar. Die Technik ist wichtig, aber sie ist nur das Werk­zeug. Ohne Gefühl, ohne Herz verliert sie ihren Sinn.

Für mich bedeutet dieser Tanz auch, mich mit meiner Weib­lich­keit auf eine kraft­volle, selbst­be­stimmte Weise zu verbinden.

Eine weitere Berei­che­rung ist das Mitein­ander. Jede Woche tanze ich mit Frauen unter­schied­li­chen Alters und unter­schied­li­cher Lebens­wege. Jedes Mal entsteht dabei ein starkes Gefühl von Gemein­schaft, ein wert­schät­zendes, unter­stüt­zendes Umfeld, das stärkt und nährt.

In all den Jahren habe ich gesehen, wie dieser Tanz das Selbst­be­wusst­sein stärkt, wie Frauen durch ihn aufblühen, sich zeigen, sich selbst wieder neu entdecken.

Denn Bauch­tanz ist weit mehr als nur eine Tanzform.

Tanz ist meine Leiden­schaft. Es ist eine verwan­delnde, herz­öff­nende Praxis, die für jede Frau zugäng­lich ist, unab­hängig von Alter, Herkunft oder Fähig­keit. Er ist Kommu­ni­ka­tion, Freude, Loslassen, Klar­heit. Er bringt Körper, Geist und Seele in Einklang.

Bauch­tanz bedeutet für mich:

Körper­liche Vorteile:

  • Ganz­kör­per­trai­ning: vor allem für Bauch, Rücken, Becken­boden und Gesäss
  • Mehr Beweg­lich­keit und eine verbes­serte Haltung
  • Stär­kung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Linde­rung von Rücken­schmerzen und posi­tiven Einfluss auf Menstrua­tions- oder Wechseljahresbeschwerden

Geistige und emotio­nale Vorteile:

  • Stress­abbau und Entspannung
  • Gestei­gertes Selbst­be­wusst­sein durch das Erlernen und Erleben der Bewegungen
  • Bessere Konzen­tra­tion durch das Zusam­men­spiel von Schritten, Armen und Hüftbewegungen

Seit über 20 Jahren unter­richte ich nun mit Herz und Seele und meine Begei­ste­rung für diesen Tanz ist noch genauso lebendig wie am Anfang.

Viel­leicht möch­test du es auch einmal ausprobieren?

Wenn du neugierig geworden bist, melde dich gerne bei mir. Ich freue mich darauf, dich ein Stück auf deiner Tanz­reise zu begleiten.

Blumenwiese mit gelben und lila Blumen. Im Hintergrund sind Berge zu sehen.
Die Botschaft der Vögel: Eine Reise zwischen zwei Welten

Die Botschaft der Vögel: Eine Reise zwischen zwei Welten

Was ich dir hier erzähle, ist meine Wahr­neh­mung. Es ist meine persön­liche Geschichte.

Ein Blick hinter den Schleier

Ich sitze zuhin­terst auf einem Stuhl in einem Raum der Kirche in Dietikon. Vor mir reihen sich mehrere Stuhl­reihen, auf denen vor allem Frauen sitzen. Alle lauschen gespannt dem Vortrag, der von Engeln handelt. Die Rednerin spricht mit strah­lender Begei­ste­rung über ihre Erfah­rungen.
Ich höre aufmerksam zu, als plötz­lich etwas Unfass­bares geschieht: Bei einer Frau, die zwei Reihen vor mir sitzt, taucht auf ihrer linken Schulter wie aus dem Nichts ein Vogel auf. Er ist etwa 30 Zenti­meter gross, pech­schwarz und sieht aus wie ein Rabe. Verblüfft beob­achte ich ihn. Doch noch bevor ich das Gese­hene richtig begreifen kann, bemerke ich aus den Augen­win­keln, dass auch bei anderen Menschen solche Raben erscheinen, immer auf der linken Schulter.
Dann passiert etwas, das mich erschüt­tert: Der erste Vogel, den ich gesehen habe, dreht langsam seinen Kopf und schaut direkt zu mir. In diesem Moment spüre ich eine Welle unbän­diger Wut, die von ihm ausgeht. Es ist, als ob er mich anklagt, als ob ich etwas gesehen hätte, das ich nicht sehen sollte. Eine solche Inten­sität von Hass und Zorn hätte ich nie in einem so kleinen Wesen erwartet.
Ich bin völlig irri­tiert, meine Aufmerk­sam­keit für den Vortrag ist verschwunden. Alles, worüber die Rednerin spricht, gerät in den Hinter­grund. Statt­dessen fixiere ich diese merk­wür­digen Vögel, die alle auf der linken Schulter der Menschen sitzen.
Als ich später nach Hause gehe, versuche ich, das Erlebte zu verstehen. Doch egal, wie lange ich darüber nach­denke, ich finde keine Erklä­rung dafür. Was bleibt, ist das Bild der schwarzen Raben und das Gefühl, etwas Unge­wöhn­li­ches gesehen zu haben, etwas, das ich mir nicht erklären kann.

Die zwei Begleiter

Etwa zehn Jahre später sitze ich auf dem Boden eines Sufi­se­mi­nars in Zürich. Die Atmo­sphäre im Raum ist ruhig, während der Sufi­mei­ster über spiri­tu­elle Themen spricht. Seine Worte erfüllen den Raum, getragen von seiner ruhigen Stimme. Doch plötz­lich spricht er etwas aus, das mich aufhor­chen lässt.
Er erzählt von unsicht­baren Beglei­tern. Zwei Wesen, die auf unseren Schul­tern sitzen: eines links, eines rechts. Mit einem Schlag werden meine Erin­ne­rungen an die schwarzen Raben von damals lebendig.
In mir regt sich etwas. Seine Worte rufen das Bild jener schwarzen Raben zurück, die ich damals in Dietikon gesehen habe. Nach dem Vortrag gehe ich, ohne lange zu über­legen, direkt zu ihm. Ich schil­dere ihm, was ich gesehen habe, meine Verwir­rung, die Unruhe, die mich seit jenem Tag nicht mehr loslässt.
Er hört inter­es­siert zu, ohne mich zu unter­bre­chen. Und erzählt mir, dass die zwei Engel jede unserer Taten aufzeichnen. Die guten auf der einen, die schlechten auf der anderen Seite. Diese Worte lassen mich nicht mehr los.
Das, was ich gesehen habe, war ein Blick hinter den Schleier. Dieser Schleier verdeckt manchmal beson­ders die linke Seite, damit wir nicht sehen, was dort geschrieben steht.
Auf dem Heimweg kreisen meine Gedanken unauf­hör­lich um das Gehörte. Der schwarze Rabe, der mich anklagte, die Vögel, die auf den Schul­tern der anderen Menschen sassen. Könnte es sein, dass ich für einen Moment Zugang zu einer Ebene bekommen habe, die den meisten verborgen bleibt?
Von diesem Tag an beginne ich, genauer hinzu­sehen. Nicht nur auf die äussere Welt, sondern auch nach innen. Es fühlt sich an, als ob diese Begeg­nung mich auf eine Reise geschickt hat, die noch lange nicht zu Ende ist.
Ich beginne zu begreifen, dass manche Erkennt­nisse ihre Zeit brau­chen. Zehn Jahre mussten vergehen, bis ich anfing zu verstehen, was ich an jenem Tag in der Kirche gesehen hatte. Und viel­leicht war dies erst der Anfang eines noch viel längeren Weges des Verstehens.

Die Verbin­dung zu den Adlern und Raben

Ich sitze im Inneren eines kleinen Flug­zeugs, das mich nach Haida Gwaii bringt, einer abge­schie­denen Insel­gruppe vor der Küste Kanadas, nörd­lich von Vancouver Island und nahe an Alaska. Die raue Schön­heit dieser Gegend und die jahr­tau­sen­de­alte Kultur der Haida haben mich schon lange ange­zogen. Etwas hat mich hierher gerufen, zu diesem Archipel, wo die jahr­tau­sen­de­alte Kultur der Haida noch immer lebendig ist.
Schon Jahre zuvor hatte sich mir ein erstes Zeichen offen­bart. An einem stillen Abend, als ich in meiner Bade­wanne lag, öffnete sich in mir eine Art Portal. In einem Zustand völliger Entspan­nung “sah” ich ihn plötz­lich: einen maje­stä­ti­schen Weiss­kopf­adler, der mit ausge­brei­teten Schwingen direkt auf mich zuflog. Es war keine Einbil­dung, keine Traum­se­quenz. Die Vision fühlte sich realer an als die Fliesen an den Wänden. Von diesem Tag an wurde der Adler zu meinem unsicht­baren Begleiter.
Das Schicksal, so scheint es mir heute, hatte bereits früher feine Fäden gesponnen. Bei meiner Heirat nahm ich einen neuen Namen an: Krah. Ein Name, der mich unwis­sent­lich mit der Familie der Raben und Krähen verband. Jenen Vögeln, die in der Mytho­logie der Haida eine zentrale Rolle spielen.
In diesem Teil von Haida Gwaii prägen zwei grosse Clans die Kultur: der Clan der Raben und der Clan der Adler. Diese beiden Gruppen stehen im Zentrum der Haida-Mytho­logie und münd­li­chen Über­lie­fe­rungen. Der Rabe wird als Schöp­fer­figur verehrt, ein Wesen, das Trans­for­ma­tion und Verän­de­rung verkör­pert. Der Adler hingegen ist ein Symbol für Stärke, Frieden und Führung. Ein Bote, der die physi­sche und die spiri­tu­elle Welt mitein­ander verbindet.
Als ich diese Geschichten höre, kann ich kaum glauben, was ich fühle. Es ist, als ob wieder ein Puzzle­stücke meines Lebens sich fügt. Doch davon später mehr. Mein Zimmer­ver­mieter, ein freund­li­cher Einhei­mi­scher, lädt mich ein, mit ihm seinen Bruder zu besu­chen. Er ist Künstler, erzählt er mir, ein begna­deter Holz­schnitzer. Am näch­sten Morgen begleiten wir ihn in die Werk­statt, wo mehrere Fami­li­en­mit­glieder gerade an einem riesigen Toten­pfahl arbeiten. Ich darf zuschauen, wie kunst­volle Schnit­ze­reien entstehen. Kraft­volle Geschichten, fest­ge­halten im Holz.
Nach einer Weile wech­seln wir in einen angren­zenden Aufent­halts­raum. Eine Seite des Raumes ist mit Trom­meln und Rasseln gefüllt, die für Zere­mo­nien genutzt werden. Ein anderer kleiner Raum zieht meine Aufmerk­sam­keit auf sich. Dort hängen mehrere Kunst­werke an den Wänden, doch eines sticht mir sofort ins Auge.
Mein Atem stockt. Es zeigt eine Figur mit einem hohen Hut. Auf seinen Schul­tern sitzen zwei Wesen, eines rechts, eines links. Die Wesen erin­nern mich an jene, die ich vor Jahren in einer Vision auf den Schul­tern anderer Menschen gesehen hatte. Als ich den Künstler nach ihrer Bedeu­tung frage, spüre ich sein kurzes Zögern.
„Das Wesen auf der rechten Seite“, sagt er, „ist da, um das aufzu­nehmen, was du richtig machst. Deine guten Taten.“
Ich nicke, doch er spricht weiter, seine Stimme wird ernster.
„Das Wesen auf der linken Seite jedoch… Er nimmt alles auf, was du nicht gut machst. Deine Fehler, deine Schat­ten­seiten.“
Ich bin um die halbe Welt geflogen, habe unzäh­lige Stationen und Begeg­nungen erlebt. Und doch höre ich hier, in einer abge­le­genen Werk­statt in Haida Gwaii, die glei­chen Worte wie vor vielen Jahren. Zum dritten Mal.

Die Flug­show des Adlers

Die Insel selbst scheint meine Geschichte zu bestä­tigen. Überall sehe ich Weiss­kopf­adler und Raben, als wären sie die lebenden Botschafter dieser alten Weis­heit. An einem beson­deren Tag sitze ich mit einer Einhei­mi­schen auf einer kleinen Anhöhe am Meer. Was dann geschieht, raubt mir den Atem: Ein Weiss­kopf­adler beginnt direkt vor uns, kaum zwei Meter entfernt, eine atem­be­rau­bende Flug­show. Von links nach rechts gleitet er durch die Luft, so nah, dass ich das Gefühl habe, ihn mit ausge­streckter Hand berühren zu können. Immer wieder fliegt er hinter uns durch. In diesem magi­schen Moment lasse ich meine Kamera bewusst ruhen und teile statt­dessen mit meiner neuen Bekannten die Geschichte meiner zwei kost­baren Adler­fe­dern. Eine, die mein Sohn auf Vancouver Island fand, und eine andere aus einem mongo­li­schen Adler­horst, ein Geschenk meines Reise­füh­rers.
Die Einhei­mi­sche ist tief bewegt von dieser unge­wöhn­li­chen Flug­schau. Sie habe die Adler noch nie so fliegen sehen, gesteht sie mir. Am näch­sten Tag über­rascht sie mich mit einem beson­deren Geschenk: zwei weisse Adler­fe­dern. Eine Geste von solch tiefer Bedeu­tung, dass sie mich zutiefst berührt.
Der Adler, der Rabe, die Reise… alles fügt sich zu einem grös­seren Bild. Plötz­lich ist da nicht nur eine Verbin­dung zu dieser alten Kultur, sondern auch zu mir selbst. Und doch ist da noch mehr. Es sind ja zwei. Ich forsche weiter.
Ich leite eine Schwitz­hütte, als eine Teil­neh­merin von Odin und seinen beiden Raben erzählt. Jeden Abend fliegen sie aus, um die Welt zu erkunden und kehren zurück, um ihm zu berichten. Ich höre faszi­niert zu, denn seit geraumer Zeit nehme ich selbst zwei Vögel auf meinen Schul­tern wahr. Sie kommu­ni­zieren mit mir auf ihre Weise, als wären sie ein Tor zur geistigen Welt. Wenn ich sie igno­riere, spüre ich, wie sich mein Hals zuschnürt. Ich habe gelernt, inne­zu­halten und zuzu­hören. Manchmal stelle ich ihnen Fragen, manchmal lasse ich sie vorfliegen. Sie kehren zurück mit Eindrücken, Wahr­neh­mungen, Botschaften. Ich gewöhne mich an sie. Manchmal vergesse ich sie sogar bis wieder etwas geschieht.

Die Begeg­nung mit dem Heiler

Der Flug nach Kongo war der Beginn einer Reise, die mich weit über fremde Land­schaften und tradi­tio­nelle Tänze hinaus­führen sollte. Eine Grup­pen­reise, doch mein eigent­li­ches Ziel war ein anderes. Ich wollte einem Heiler begegnen. Einen Einblick gewinnen in eine Welt, die mir fremd war und doch tief vertraut schien.
Nach einer Woche war es soweit. Ich wurde begleitet von drei Männern und einer Frau. Ein selt­sames Gefühl lag in der Luft. Unwirk­lich, fast traum­artig, und doch fühlte ich mich sicher. Wir durch­querten das Dorf, vorbei an aufge­türmten Müll­bergen, deren Ordnung in ihrer Perfek­tion faszi­nierte. Dann betraten wir das Grund­stück des Heilers.
Ich wartete. Dann trat er aus dem Haus hervor: ein Mann in weissem Gewand, mit einem Hut auf dem Kopf. Wir betraten einen kleinen Raum, erfüllt von der Aura ritu­eller Gegen­stände. Ich setzte mich, gespannt, was er mir sagen würde. Seine Worte waren sanft, sein Blick durch­drin­gend. Doch die Sprache war eine Hürde denn er sprach Fran­zö­sisch. Dennoch folgte ich ihm so gut ich konnte.
Dann fragte ich nach den Vögeln.
Das Erstaun­liche: Er sah sie auch. Seine Augen leuch­teten, als er sprach. Boten, Begleiter, Unter­stützer. Das seien sie. Ich lauschte seinen Worten und fühlte eine tiefe Bestä­ti­gung. Danach sass ich noch lange mit dem Über­setzer zusammen, um wirk­lich alles zu verstehen. Die Worte des Heilers nahm ich mit nach Hause, in meinen Alltag, in meine Arbeit.
Monate später reiste ich nach Sylt. Ein Ort, den ich schon lange besu­chen wollte. Der Sommer machte die Insel lebendig, tauchte sie in ein Licht, das alles verzau­berte. Mein Zimmer lag nahe am Meer. Wenn ich aus dem Fenster sah, spielten Hasen und Möwen auf der Wiese.
Ich erkun­dete die Insel, spürte den Sand unter meinen Füssen, die salzige Luft auf meiner Haut. Dann besuchte ich ein Heiligtum das einst dem Gott Odin geweiht war, jedoch nun eine Kirche war. Der Gott der Weis­heit, der Kriegs­gott, der Schöp­fer­gott und seine zwei Raben. Ich stand davor, trat ein. Aber etwas fehlte. Ich wusste nicht, was ich erwartet hatte, doch eine Leere machte sich in mir breit.

Die Aufhe­bung der Grenzen

Die Vögel begleiten mich nun schon seit vielen Jahren. Sie sind einfach da. Mal präsenter, mal fast vergessen. Und genau so soll es sein. Sie sind meine Verbin­dung zur anderen Welt. Was sich verän­dert hat? Die Grenzen sind verschwunden. Nicht mehr schreibt der linke Vogel nur das Schlechte auf. Alles ist eins. Die Vögel sind da, fröh­lich, leise, schüt­zend, fordernd. Sie bringen mich zum Lachen, zum Nach­denken. Und was noch kommen mag, wird kommen.
Diese Reise mit den Vögeln war lang. Sehr lang. Lite­ratur dazu? Kaum etwas, das mich weiter­ge­bracht hätte. Aber das spielt keine Rolle. Ich gehe meinen eigenen Weg. Schritt für Schritt enthüllt er sich mir. Und während ich meine Geschichte neu schreibe, wird sie immer spannender.

Diese Reise mit den Vögeln hat mich gelehrt, dass das Leben kein linearer Weg ist, sondern ein Tanz zwischen Licht und Schatten. Dass jede Erfah­rung, ob gut oder schlecht, ein Teil meines Wachs­tums ist, ein Teil meiner Rück­kehr zu dem, was ich wirk­lich bin. Und so gehe ich weiter, mit offenem Herzen und dem Wissen, dass alles mitein­ander verbunden ist.

Blumenwiese mit gelben und lila Blumen. Im Hintergrund sind Berge zu sehen.